Nachbarschafts-Waben
Im Krisenfall ist es sinnvoll, seine Nachbarn zu kennen. Eine der wichtigsten und sinnvollsten Möglichkeiten der Resilienzgruppe ist es deshalb, anzuregen Gemeinschaft in kleineren Einheiten vor Ort zu organisieren. Eine Nachbarschafts-Wabe besteht dabei aus vier bis sechs aneinander angrenzenden Wohn-Einheiten oder Familien, die sich zu einer Micro-Gemeinschaft zusammenschließen. In der Praxis bedeutet das, dass ich mich mit den Nachbarn, die unmittelbar an mein Haus oder meine Wohnung angrenzen aktiv vernetze. Dazu dient ein jährliches Treffen der jeweiligen Familien. Bei diesen Treffen geht es darum, sich bei einer Tasse Tee auszutauschen und sich so besser kennenzulernen. Dabei steht nicht so sehr das gemeinsame Organisieren im Krisenfall im Vordergrund, sondern vielmehr, langfristig und niedrigschwellig eine Beziehung zueinander aufzubauen. Eine solche Struktur kann im Krisenfall schnell aktiviert und auch im Sinne von Postwachstums-Ideen wie Tauschen, Teilen und Reparieren nutzbar gemacht werden. Einmal ganz davon abgesehen, dass es auch ohne Krisenfall schön ist, seine Nachbarn ein wenig besser kennenzulernen.
Praktische Schritte beim Organisieren von Nachbarschafts-Waben
Eine Resilienzgruppe vor Ort kann es sich zum Ziel machen, eine solche Gemeinschaftsstruktur zu organisieren. Praktisch lässt sich diese am einfachsten anregen, indem man eine Einladung erarbeitet, in der die Idee vorgestellt wird und dann dazu eingeladen wird, sich vor Ort selbst zu einer Nachbarschafts-Wabe zusammenzufinden. Der nachbarschaftliche Zusammenschluss bedarf der Eigeninitiative der Menschen vor Ort, macht Spaß und ist überaus sinnvoll.
